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Auch in diesem Jahr fand
das legendäre 24h-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings
statt. Die Veranstaltung hat sich zum größten Motorsportereignis
in Deutschland entwickelt und rückt somit auch in den Fokus des BMW
Power Teams. Aus diesem Grunde waren auch wir rund um die Nordschleife
als Zaungäste vor Ort, um das Rennen und das Rahmenprogramm zu genießen
und den zahlreichen BMW Teams die Daumen drücken.
Anreise war bereits am Donnerstag.
Hier fanden die legendären Adenauer Racing Days statt, bei denen man
die Fahrer und vor allem die Fahrzeuge aus nächster Nähe in Augenschein
nehmen konnte. Autogramme und Bilder von den Helden der Piste konnten ergattert
werden. In Adenau waren u.a. H.J. Stuck, Jörg und Dirk Müller,
das Zakspeed Team, nebst Viper und natürlich Smudo mit seinem Renn-Beetle,
der zum krönenden Abschluß der Veranstaltung für einen
würdigen musikalischen Rahmen sorgte. Kurz um, der Tag war gelungen.
Am Freitag hieß es
ab an die Rennstrecke und das Zeittraining verfolgen. Das Wetter zeigte
sich von seiner schlechten Seite, d.h. es war sehr kalt (6 Grad) und man
hatte arge Schwierigkeiten sich zwischen dem nächsten Regenguß
und Hagelschauer, gepaart mit kleinen weißen Flöckchen auf „Betriebstemperatur“
zu halten. Entschädigt wurde man von über 200 Fahrzeugen, die
um die Qualifikation rangen. Man konnte sich über amerkikanische V8-Boliden
freuen, den Sound hochdrehender Porsche GT3 genießen und dem wütenden
Schnauben des Alzen Porsche Turbo entgegenfiebern. Nicht zu vergessen die
Vorstellung der weiß blauen Teilnehmer, die sowohl von der Anzahl
der Fahrzeuge und der Bandbreite den Ring fest im Griff hatten. Klanglich
beeindruckend waren natürlich die Siegerfahrzeuge, die BMW M3 GTR,
deren V8 Sound sich im Gegensatz zu den amerikanischen Mitstreitern wie
eine feingeistige Symphonie im Gegensatz zu einem Volkslied anhörte.
Nicht zu vergessen natürlich auch die BMW M3 E30, die optisch und
klanglich natürlich wieder eine Nummer für sich darstellten.
Leider werden diese Fahrzeuge immer seltener im Starterfeld, obwohl sie
immer noch konkurrenzfähig sind.
Bis in die Nacht hinein
waren wir rund um die Strecke unterwegs, erleichtert wurde dies durch die
DSK Schuttlebuse, die im Halbstundentakt die verschiedenen Streckenabschnitte,
wie das Brünchen, Pflanzgarten, usw. anfuhren. Jenseits der Grand
Prix-Strecke, also an der Nordschleife konnte man die Fans in Feierlaune
erleben, die sich tapfer gegen die widrigen Umstände stemmten und
trotz Kälte, Matsch und Regen ausharrten und dem 24 Stunden Rennen
die Atmosphäre bescherten, die diese Veranstaltung legendär macht.
So rückte der Samstag
heran und der Rennstart um 15.00 Uhr stand auf dem Programm. Pünktlich
zum Start öffnete der Himmel erneut die Schleusen und wolkenbruchartige
Schauer brachen über Mensch und Material herein. Viele Zuschauer waren
sich nicht mehr im klaren ob sie vor Aufregung oder schlicht der Kälte
wegen zitterten. Nach 2 Einführungsrunden wurde das Rennen freigegeben
und die Hatz begann. Für viele Fans waren die Probleme des Publikumslieblings,
des Alzen Turbo mit gut und gerne 600 PS und einem irrwitzigen Speed ein
Manko. Erst stoppten Elektrikprobleme das Fahrzeug, dann ein Brand, trotzdem
sprang noch Gesamtrang 10 heraus, Respekt!
Nichts desto Trotz lief
es letztlich auf das erwartete Duell BMW M3 GTR gegen Manthey Porsche GT3
heraus, was aber in den Morgenstunden des Sonntags durch einen kapitalen
Motorschaden des Porsches in Führung liegend frühzeitig beendet
wurde. Somit war der Weg zum Sieg für den BMW M3 GTR mit der Startnummer
2 frei, der von Lamy Pedro, Said Boris, Huisman Duncan, Priaulx Andy pilotiert
wurde und auch die Ziellinie mit 5 Runden Vorsprung vor dem zweiten M3
GTR, mit Müller Dirk, Müller Jörg, Stuck Hans-Joachim,
Lamy Pedro an Bord überquerte. Den dritten Platz belegt die Dodge
Viper des Zakspeed Teams mit 7 Runden Rückstand auf den Sieger.
Beachtenswert ist der 11
Rang für den BMW 320i des Schubert Teams mit den Piloten Bohnhorst
Ralph, Hennerici Mark, Hürtgen Claudia, Schubert Torsten.
Natürlich waren auch
Ausfälle zu verzeichnen, so schied auch der Lokalmatador, der Scheid
BMW M3 mit Motorschaden aus.
Letztlich bleibt als Fazit
festzustellen, wenn die Veranstalter in der Lage sein sollten einen Termin
außerhalb des Eifelwinters festzulegen, dann ist diese Rennveranstaltung,
wenigstens einmal im Leben, ein echter Pflichttermin und bietet für
jeden Fan das, was er sich erwartet, egal ob feiern oder Hardcoremotorsport.
In diesem Sinne hoffen wir, das im nächsten Jahr BMW wieder werksseitig
vertreten ist, damit auch weiterhin gilt, Nürburgring = BMW Land.
Alle Infos zum Rennen gibts
hier: www.24h-rennen.de
Text: Tim Dutschmann
Fotos: Thomas Schott |