Die Freude am Fahren wird
in der Regel durch die Optimierung des Fahrzeuges weiter gesteigert. Hat
man das klassische Tuning, das eine Anhebung der Leistung, den Einsatz
eines Sportfahrwerkes und einer verbesserten Aerodynamik beinhaltet ausgeschöpft,
kann der Einsatz von Sportreifen, wie beim BMW E46 M3 CSL eindrucksvoll
bewiesen wurde, empfohlen werden.
Der Einsatz dieser Reifen
sollte wirklich erst dann erfolgen, wenn die Perepherie des Autos annähernd
optimal ist, d.h. vor allem, dass das Fahrwerk 100-ig funktioniert und
optimal auf das Fahrzeug abgestimmt ist.
Wann sind Sportreifen
zu empfehlen?
Realistisch ist der Einsatz
für Sportfahrer möglich, da hier das straßenzugelassene
Auto des öfteren auf Rennstrecken und somit am Limit bewegt wird.
Sportreifen sind im Verhältnis
zu "normalen" Straßenreifen sehr weich und haben somit einen enormen
Verschleiß. Deshalb ist der Einsatz auf öffentlichen Straßen
nur bedingt möglich.
Besonderheiten
Wie bereits erwähnt
sind straßenzugelassene Sportreifen Spezialisten für die schnelle
Kurvenhatz unter trockenen Bedingungen. Bei Nässe sind diese Reifen
mit Vor- und Weitsicht zu geniessen. Das Abrollgeräusch ist nicht
mit dem von herkömmlichen Allroundreifen vergleichbar, da die Fahrdynamik
ganz vorn im Lastenheft der Reifenentwickler gestanden hat.
Fahren, Einsatzbedingungen,
Erfahrungswerte am Beispiel des Bridgestone RE540s
Wie bereits erwähnt
ist der Einsatz dieser Reifen nur für den Sporteinsatz zu empfehlen,
dabei sind bestimmte Rahmenbedingungen zu beachten.
In erster Linie sollte bei
neuen Reifen auf eine sorgfältige Aufwärmphase wertgelegt werden,
d.h. in den Reifen muß langsam Temperatur gebracht werden, danach
lässt man den Reifen abkühlen, so dass sich das Reifengefüge
optimal entwickelt. Als nächstes ist auf den richtigen Reifendruck
zu achten, dieser ist abhängig vom Fahrzeug, dessen Gewicht, Leistung
und Antriebsart. In unserem Beispiel handelt es sich um einen BMW E30 mit
angemessener Leistung und natürlich Heckantrieb. rundum werden 235/40
Gummis aufgezogen. Der Luftdruck beträgt kalt 1,6 bar rundum und sollte
nach getaner Arbeit nicht über 2,3 bar liegen, damit vernünftige
Rundenzeiten zu realisieren sind.
Besonders wichtig ist, das
man in der ersten Runde mit dem defizielen Fahrverhalten rechnet, da die
Reifen im kalten Zustand nicht über den nötigen Grip verfügen.
Was bringt´s?
Subjektiv ändert sich
das Fahrverhalten grundlegend, in Rundenzeiten gerechnet sollten Verbesserungen
zwischen 2 und 4 Sekunden auf normalen Rennstrecken, wie dem Lausitzring,
Hockenheimring, ... möglich sein. Auf der Nordschleife des Nürburgrings
sollten 10 Sekunden realistisch sein. |